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Posts Tagged ‘Männer’

Lesen und Fussballspielen – das Projekt „kicken & lesen“ hat Erfolg!

In Lesen on 22 Juli 2011 at 13:07

Das Projekt „kicken & lesen“, das seit 2007 erfolgreich in Baden-Württemberg läuft, richtet sich an 10-14-jährige Jungen aus bildungsfernen Familien und/oder mit Migrationshintergrund. Ziel des Projekts ist es, Lese- und Integrationsförderung zu betreiben – auf eine Art, die bei Jungen dieser Altersgruppe ankommt und auch Nichtleser zum Lesen motiviert. Denn dass eine gute Lesekompetenz die Chancen bei der Berufsfindung und der sozialen Integration erhöht, ist mittlerweile überall bekannt.

Eine pädagogische Fachperson, die die Lesestärke der Jungen einschätzen kann, wählt 10-15 Teilnehmer aus, die sich nach der Schule treffen um in kleiner Runde gemeinsam zu Lesen und Fussball zu spielen. Ausdrücklich von der Projektleitung erwünscht ist eine Zusammenarbeit von Vereinen, Bibliotheken, Jugendförderungsprojekten, kirchlichen Institutionen usw. mit Schulen.

Die Hemmschwelle, in geselliger Runde zu lesen, die durch gerade für Jungen so wichtige körperliche Aktivität unterbrochen wird, ist deutlich niedriger als wenn jeder alleine für sich zu Hause lesen müsste.

Das Projekt hat bereits viele nicht minder erfolgreiche Nachahmer gefunden, so z.B. die Idee einer Projektleiterin, die Fussball gegen Karate austauschte und mit Drachen- und Kampfsportbüchern unterbrochen von schweisstreibenden Karate-Lektionen ihre jungen Leser zu motivieren wusste.

Weitere Infos zum Projekt „kicken & lesen“ finden Sie unter folgender Adresse:

www.kickenundlesen.de

 Claudia Kovalik

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„Mein Papa liest vor!“ – Warum (auch) Väter vorlesen sollten

In Lesen, Uncategorized on 20 Juni 2011 at 10:28

Kinder brauchen Vorbilder, damit aus ihnen später begeisterte Leser werden. Obwohl viele Väter über die wichtige Rolle des Vorlesens für die spätere Lese- und Lernbiographie ihres Kindes informiert sind, überlassen sie das Vorlesen vielfach den Müttern.

Der deutsche Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ) weist darauf hin, dass Vorlesen gemeinsame Erfahrungen schafft, Stoff für gemeinsame Gespräche liefert und später schöne Kindheitserinnerungen wachrufen kann. Nur knapp ein Fünftel der Männer liest seinen Kindern allein oder gemeinsam mit der Partnerin vor. Viele Väter sehen ihren Zuständigkeitsbereich woanders, z.B. beim Hüttenbauen im Wald oder bei der Organisation des sonntäglichen Familienausflugs.

Christoph Schäfer, Pressesprecher der Stiftung Lesen, ist überzeugt, dass sich auch Väter durchaus für das Vorlesen begeistern lassen: „Zahlreiche Projekterfahrungen belegen: Väter werden zu Vorlese-Vätern, wenn man sie für das Thema sensibilisiert und durch niederschwellige, männeraffine Angebote zum Aktivwerden motiviert.“ Väter können ihren Söhnen, denen durch die Feminisierung im Lehrerberuf in der Primarschule vielfach männliche Vorbilder fehlen, durch das Vorlesen „eine wichtige Orientierung auch in entwicklungspsychologischer Hinsicht geben“ wie Regina Pantos, Vorsitzende des AKJ, betont.

Claudia Kovalik

Warum gehen Jungs und Männer kaum in Bibliotheken?

In Uncategorized on 27 Oktober 2009 at 08:48

Eine Diplomstudie zu Genderfragen an der Hochschule Darmstadt evaluierte Interessen und Freizeitgestaltung von Jungs und Männern im Hinblick auf den Besuch von öffentlichen Bibliotheken. Wichtigste Erkenntnisse: Erweiterte Öffnungszeiten („Zu oft zu!“), mehr Gemütlichkeit, Sitzgelegenheiten und interessante Medien sowie Online-Services sind für eine Nutzung durch ein männliches Publikum von zentraler Bedeutung. Der Bericht über die Studie ist einsehbar in BUB 2009/10, S. 733-736

Ruth Fassbind