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Handyromane – die Belletristik der Zukunft?

In Uncategorized on 5 März 2010 at 11:26

Inspiriert von einem Artikel im Tages-Anzeiger (25.2.2010) über Oliver Bendel, den Autor von sogenannten „Handyromanen“, möchte ich das Thema in diesem Blog aufnehmen.

Neu ist die Idee der aufs Mobiltelefon runterladbaren Romane zwar nicht. Bereits vor zehn Jahren hatte ein junger Mann aus Japan unter dem Pseudonym „Yoshi“ mit seiner Geschichte „Deep Love“ für Furore gesorgt. Die erfolgreiche, neue Idee inspirierte viele JapanerInnen, sich ebenfalls als Handyroman-AutorInnen zu betätigen. Der Erfolg ist ihnen im technikorientierten Japan (fast) sicher: durchschnittlich 400’000-mal wird ein Handyroman im Land der aufgehenden Sonne runtergeladen.

In Deutschland, Österreich und den USA werden solche Zahlen wohl noch lange ein utopisches Ziel bleiben. Wer hier ein paar tausend Downloads erzielt, gehört bereits zu den Hitautoren. Und die Schweiz ist in dieser Hinsicht noch ein Entwicklungsland: bislang gibt es noch keine Möglichkeit, hierzulande Handyromane runterzuladen. Obwohl der Trend in der Schweiz verschlafen wurde, hofft Handyroman-Autor Oliver Bendel, dass in den nächsten Monaten bald die ersten mobilen Bücher angeboten werden.

Claudia Kovalik

Juli

In Fachzeitschriften zu Kinder- und Jugendliteratur on 17 Februar 2009 at 13:34

Wie „netbib“ mitteilt, erscheint ab Ende Januar eine neue Zeitschrift für Kinder- und Jugendliteratur. „Juli“ (http://www.juli-zeitschrift.de/index.php) will Forschungsergebnissen im Bereich der Kinder- und Jugendliteraturforschung mehr Raum bieten. Die Abstracts der Artikel sind online einsehbar. Die Artikel können entweder einzeln gekauft oder als Heft zum Preis von 9.80 Euro bestellt werden.
Sabine Bachofner

Historische Kinder- und Jugendliteratur

In Fachzeitschriften zu Kinder- und Jugendliteratur, Kinder- und Jugendbibliothek, Kinder- und Jugendliteratur on 2 Februar 2009 at 12:50

Monatlich erscheint die Fachzeitschrift „Bulletin Jugend & Literatur“. In der neuesten Ausgabe von Januar 2009 findet sich ein interessanter Artikel für all jene, die den Bestand an Kinder- und Jugendbelletristik zu historischen Themen erneuern oder aufbauen wollen.

Alexandra Ernst nimmt in ihrem umfassenden Beitrag Bezug auf neueste historische Kinder- und Jugendromane. In den von ihr zusammengestellten Rubriken („Mysterium“, „starke Frauen“, „andere Religionen“, „Toleranz“, „Reisen“, „High Society“, „Reihen“ und „Leidenschaft“) stellt sie gelungene und weniger gelungene Werke von verschiedenen Autoren vor. Kritisch beleuchtet sie die sich abzeichnende Entwicklung einer zunehmenden Vermischung von Fantasy und historischem Roman. Für das Verfassen eines historischen Romans muss ein Autor recherchieren und Hintergrundinformationen wie Kleidung, Umgebung, Politik, Verhalten usw. zusammentragen. Diese Fakten gilt es dann, in die Romanhandlung einfliessen zu lassen. Fantasyromane hingegen verlangen nicht nach einem genauen historischen Kontext. Ihre Unschärfe wird mit einem Plus an Abenteuer, Action und Romantik kaschiert. Dank ihrer pointierten Rezensionen gelingt es Ernst, die Schwachstellen einiger historischer Kinder- und Jugendromane exemplarisch aufzuzeigen.

Sabine Bachofner