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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Leseförderung für Jungen

In Uncategorized on 13 August 2012 at 13:30

Wer gerne liest, liest viel. Wer viel liest, liest immer besser. Leider gibt es aber auch den umgekehrten Fall, der sich in einem Teufelskreis manifestiert.  

Bei den Lesekompetenzen, die 2009 in der PISA-Studie erneut untersucht wurden, lasen die Jungen im Durchschnitt um ein ganzes Schuljahr schlechter als die Mädchen. (Noch) bessere und wirksamere Ansätze müssen also her, um den Jungen das Lesen – DIE Basiskompetenz für alle Arten von Lernen – zu vermitteln und schmackhaft zu machen. Die frühe Sprachförderung im Kreise der Familie spielt dabei eine sehr grosse (wenn nicht die wichtigste) Rolle. Dabei ist es sehr wichtig, dass auch Väter und männliche Verwandte die Rolle des Geschichtenerzählers und Vorlesers wahrnehmen, um der „Feminisierung der Lesekultur“ entgegenzuwirken, d.h. um der Wahrnehmung des Lesens als eine rein weibliche Tätigkeit und daher als etwas für Jungen Unpassendes entgegenzuwirken. Mit dem Schuleintritt sollte dort eine spezifische Leseförderung für Jungen weitergehen. Eine geeignete Zeit, in der Jungen besonders fürs Lesen motiviert werden können, sind die Jahre 3 bis 6 der Primarstufe. Diese vier Jahre sind das Zeitfenster, in dem Kinder das lustvolle Lesen für sich entdecken sollten. Die Leseflüssigkeit entwickelt sich in dieser Zeit normalerweise immer besser und die Leseprozesse werden automatisiert. Sobald die Jungen dann in der Pubertät sind, wird es schwieriger, stabile Lesegewohnheiten auszubilden. Schulen sollten daher den beschriebenen Zeitraum zur Leseförderung in Kooperation mit Bibliotheken unbedingt gut nutzen.

Welche Inhalte bevorzugen Jungen denn beim Lesen? Jungen interessieren sich für Abenteuer, Kampf und Heldengeschichten à la Harry Potter. Bücher, in deren Verlauf der zunächst unscheinbare Protagonist zu Grossem berufen wird und ein Reich oder grad die ganze Welt rettet.

Bibliotheken halten ein breites Angebot an unterschiedlichen Büchern (Comics, Sachbücher, Belletristik) in allen unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen speziell für männliche Leser bereit. Vielfach wird dieses Angebot auch durch Hörbücher, Easy Reader (vereinfachte, nicht allzu umfangreiche Büchlein mit vielen Bildern), E-Books, Computerspiele und Filme ergänzt, so dass es auch für Leseungeübte- und faule viel Neues zu entdecken gibt.

  

Claudia Kovalik

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E-Book Reader vs. Tablets: wer entscheidet das Rennen für sich?

In Uncategorized on 16 Januar 2012 at 14:26

In den letzten drei Jahren waren E-Books und die dazu notwendigen Lesegeräte, die E-Book-Reader, in aller Munde. Seit der Markteinführung des iPads von Apple und anderen Tablets ist jedoch das Interesse an den klassischen E-Book-Readern gesunken.

Die E-Book-Reader, obwohl mit lesefreundlicher „Tinte“ (E-Ink) und langer Akku-Lebensdauer ausgestattet, eignen sich nur zum Lesen von Werken, die nicht illustriert sind. Sie eignen sich nur beschränkt für die Wiedergabe wissenschaftlicher E-Books oder elektronischer Zeitungsartikel, da die darin enthaltenen Inhalte, Grafiken usw. nur langsam geladen und nur in Graustufen wiedergegeben werden. All dies ist bei einem Tablet, auf dem multimediale Inhalte schnell und attraktiv direkt aus dem Internet heruntergeladen und wiedergegeben werden, kein Problem.

Auf die neue Konkurrenz von Seiten der Tablets haben die Anbieter von E-Book-Readern mit teilweise drastischen Preissenkungen reagiert. Doch auch diese Massnahme konnte den Siegeszug der Tablets bisher nicht verhindern: Im Jahre 2010 wurden weltweit ca. 20Mio. Tablets und 12Mio. E-Book-Reader verkauft. Im Jahre 2011 waren es bereits 56Mio. Tablets, während die E-Book-Reader nur ein verlangsamtes Wachstum aufwiesen (genaue Zahlen noch unbekannt).

Die nahe Zukunft wird zeigen, welche(s) Gerät(e) sich dann schlussendlich auf dem Markt durchsetzen wird.

 

Neue Website zum Thema Informationskompetenz aufgeschaltet

In Informationskompetenz, Uncategorized on 14 November 2011 at 15:26

Informationskompetenz zählt in unserer Informationsgesellschaft zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen für den Erfolg in Studium und Beruf. Auf der neu aufgeschalteten, viersprachigen Webseite www.informationskompetenz.ch finden interessierte Personen die im Rahmen des Projekts „Informationskompetenz an Schweizer Hochschulen“ entwickelten Standards zur Informationskompetenz.

Aufgrund dieser sechs Standards wurden Lernziele definiert, die sich gut für die direkte Umsetzung in Lehrveranstaltungen im Bereich Informationskompetenz an (Hoch-)Schulen eignen. Für jeden Standard wurden spezifische Kompetenzen formuliert, die von den Lernenden erworben werden sollen.

Informationskompetenz darf gemäss neueren Studien nicht nur auf die Anwendung bibliothekarischer Werkzeuge beschränkt bleiben, sondern auch zeitgemässe Aspekte wie „Weiterverwenden von Information“ und „Verantwortung gegenüber Information“ sollen im Ausbildungsprogramm ihren Platz haben.

Zur Website:

www.informationskompetenz.ch

„Mein Papa liest vor!“ – Warum (auch) Väter vorlesen sollten

In Lesen, Uncategorized on 20 Juni 2011 at 10:28

Kinder brauchen Vorbilder, damit aus ihnen später begeisterte Leser werden. Obwohl viele Väter über die wichtige Rolle des Vorlesens für die spätere Lese- und Lernbiographie ihres Kindes informiert sind, überlassen sie das Vorlesen vielfach den Müttern.

Der deutsche Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ) weist darauf hin, dass Vorlesen gemeinsame Erfahrungen schafft, Stoff für gemeinsame Gespräche liefert und später schöne Kindheitserinnerungen wachrufen kann. Nur knapp ein Fünftel der Männer liest seinen Kindern allein oder gemeinsam mit der Partnerin vor. Viele Väter sehen ihren Zuständigkeitsbereich woanders, z.B. beim Hüttenbauen im Wald oder bei der Organisation des sonntäglichen Familienausflugs.

Christoph Schäfer, Pressesprecher der Stiftung Lesen, ist überzeugt, dass sich auch Väter durchaus für das Vorlesen begeistern lassen: „Zahlreiche Projekterfahrungen belegen: Väter werden zu Vorlese-Vätern, wenn man sie für das Thema sensibilisiert und durch niederschwellige, männeraffine Angebote zum Aktivwerden motiviert.“ Väter können ihren Söhnen, denen durch die Feminisierung im Lehrerberuf in der Primarschule vielfach männliche Vorbilder fehlen, durch das Vorlesen „eine wichtige Orientierung auch in entwicklungspsychologischer Hinsicht geben“ wie Regina Pantos, Vorsitzende des AKJ, betont.

Claudia Kovalik

Deutscher Jugendliteraturpreis verliehen

In Kinder- und Jugendliteratur, Literatur, Uncategorized on 11 Oktober 2010 at 08:32

 Auf der Frankfurter Buchmesse wurden am vergangenen Freitag die besten deutschen Kinder- und Jugendbücher ausgezeichnet. Der Autorin und Übersetzerin Mirjam Pressler wurde bereits zum zweiten Mal nach 1994 (als sie den Sonderpreis Übersetzung erhielt) die Sonderauszeichnung des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk verliehen. Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist mit insgesamt 50’000 Euro dotiert und wurde zum 55. Mal vergeben.

Werbung im Internet – die „kindgerechte“ Seite als Illusion

In Uncategorized on 4 Oktober 2010 at 13:46

Kinder sind die Käufer von morgen. Dementsprechend früh werden sie von der Werbebranche umworben, um eine langjährige, treue Kundschaft aufzubauen. Denn: je früher Jungen und Mädchen auf bestimmte Produkte oder Marken festgelegt werden, desto treuer bleiben sie „ihrer“ Marke auch.

Wissend um die Gefahren des Internets, sind bei Eltern und Erziehern so genannte „kindgerechte“ Internetseiten beliebt, auf denen man Kinder scheinbar gefahrlos surfen lassen darf, ohne sich um pornografische oder gewalttätige Inhalte sorgen zu müssen.

Leider sind aber erschreckend viele dieser vordergründig so kinderfreundlichen Webseiten mehr oder weniger gut versteckte Plattformen für – Werbung!

Pop-ups, die man zuerst wegklicken muss, bevor man an den gewünschten Inhalt kommt, Bilder und Videos, die nur am Rand und in sehr kleiner Schrift als Werbung deklariert sind, Kinderseiten, die von Firmen oder Werbeagenturen gestaltet und ins Netz gestellt werden und versteckt Eigenwerbung betreiben – die Liste der Webseiten, auf denen Kinder mit Werbung in Kontakt kommen, ist lang.

Auch sogenannte Cookies sind sehr oft auf den so harmlos wirkenden Kinderseiten installiert. Nutzerprofile von tausenden von Kindern werden so gespeichert und können von der Werbeindustrie für ihre Zwecke genutzt werden.

Ebenso verhält es sich mit den vielen Gewinnspielen auf Kinderseiten. Sie scheinen oft nur einem Zweck zu dienen: so viele persönliche Daten (manchmal werden sogar Fotos der Teilnehmenden verlangt!) wie möglich zu sammeln. Vielfach muss das Kind auch zuerst einem Club beitraten, bevor es zum eigentlichen Angebot kommt.

Was tun? Es gilt, die Kinder aufzuklären, was Werbung ist, was sie bezweckt und auf welchen Wegen sie versucht, die Konsumenten zu beeinflussen. Ein Kind, das diese Grundregeln kennt, verfällt nicht mehr so leicht den (versteckten!) Einflüssen der Werbebranche und es erwirbt dabei auch gleich einen kompetenten Umgang mit Werbung im Internet (und in anderen Medien).

Claudia Kovalik

BIS-Kongress vom 1. bis 4. September in Lausanne

In Bibliotheksarchitektur, Bibliotheksentwicklung, Uncategorized on 6 August 2010 at 09:24

In knapp vier Wochen findet der Kongress des Schweizer Bibliotheksverbandes BIS (Bibliothek Information Schweiz) unter dem Motto „Bibliotheken bewegen“ statt.

Vom 1. bis 4. September können Interessierte im neu eröffneten Rolex Learning Center in Lausanne an hochkarätigen Vorträgen und Diskussionsrunden teilnehmen und dabei auch das Learning Center, das bereits jetzt als Wahrzeichen der École Polytechnique Fédérale gilt, in Augenschein nehmen.

Anmeldungen und weitere Informationen unter: www.bis.ch

Claudia Kovalik

Amazon verkauft erstmals mehr E-Books als Hardcover-Ausgaben

In Uncategorized on 22 Juli 2010 at 07:15

Nun kann man es also nicht mehr leugnen: Die E-Books haben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ihren Siegeszug angetreten. Der Online-Buchhändler Amazon meldet diese Woche, dass in den USA in den letzten drei Monaten mehr E-Books verkauft wurden als gebundene Bücher. Das Verhältnis von E-Books zu gebundenen Ausgaben lag im letzten Monat gar bei 180 zu 100.

Etwas relativiert wird der Vergleich, wenn man bedenkt, dass er nur mit Hardcover-Ausgaben gemacht wird und Taschenbücher nicht mit einberechnet sind. Diese liegen nämlich, was die Verkaufszahlen angeht, immer noch an der Spitze.

Der Trend scheint allerdings nicht mehr aufzuhalten sein: Mike Shatzkin, ein amerikanischer Branchenberater, liess in der „New York Times“ verlauten, dass binnen zehn Jahren nur noch ein Viertel aller Bücher in gedruckter Form verkauft werden würde, die grosse Mehrheit aber als E-Book. Es wird spannend sein zu beobachten, was sich in naher Zukunft auf dem europäischen Buchmarkt tun wird.

Claudia Kovalik

Die Bibliothek als Hotel

In Uncategorized on 30 April 2010 at 13:58

Die amerikanische Ostküstenstadt New York ist um eine Attraktion reicher. Nur wenige Schritte von den renommierten New York Public Library in Manhattan entfernt können Bibliophile mit einem Hang zum Luxus im „Library Hotel“ residieren.

Jedes Stockwerk ist einer der zehn Hauptkategorien der Dewey’schen Dezimalklassifikation (Dewey Decimal Classification) gewidmet: Allgemeine Werke (000); Philosophie und Psychologie (100); Religion (200); Sozialwissenschaften (300); Sprache (400); Naturwissenschaften und Mathematik (500); Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften (600); Künste und Unterhaltung (700); Literatur (800) sowie Geschichte und Geografie (900).

Kunstliebhaber sollten sich um ein Zimmer im siebten Stock bemühen: so dreht sich beispielsweise im Zimmer 700.002 alles um die Malerei. Das Zimmer ist mit einer Auswahl an spezieller Kunstliteratur sowie Kunst zum Thema bestückt.

Wer sich dagegen mehr für die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts interessiert, ist mit dem Zimmer 900.001 gut beraten.

Das Hotel verfügt ausserdem über einen „Reading Room“, einen „Poetry Garden“ und einen „Writer’s Den“, in dem man sich dem Verfassen eines eigenen Werkes widmen kann – sofern man in New York die Musse dazu findet…

Claudia Kovalik

BibNetz Schweiz – das Wissensportal der Schweizer Stadtbibliotheken

In Uncategorized on 19 März 2010 at 09:41

Vergangenen Dezember wurde das gemeinsame Rechercheportal „BibNetz Schweiz“ (www.bibnetz.ch) der Stadtbibliotheken Basel, Bern, Luzern, Zürich und Winterthur erfolgreich in Betrieb genommen.

Das Wissensportal BibNetz bietet eine Auswahl von Datenbanken und Links auf Webseiten, die thematisch geordnet sind (u.a. Swissdox, Munzinger Chronik, Brockhaus, Pschyrembel usw.) sowie weitere Lexika zu Literatur, Film, Kunst, Musik, Sport und Natur.

Die Vorteile des neuen Portals liegen auf der Hand:

– In den kostenpflichtigen Datenbanken kann in den am Projekt beteiligten Bibliotheken vor Ort gratis recherchiert werden

– Die Suchanfrage erfolgt über eine gemeinsame Suchmaske

– Die Datenbanken und Links auf Webseiten sind thematisch geordnet

– Zu jeder Datenbank gibt es Informationen und Suchtipps

 Die meisten kleineren Bibliotheken können ihrer Kundschaft aus finanziellen Gründen keine oder nur wenige kostenpflichtige Datenbanken anbieten.

Dank BibNetz wissen BibliothekarInnen, welche Datenbanken zur Verfügung stehen, wohin sie ihre Kundschaft für gewisse kostenpflichtige Recherchen schicken können und in welchen Bibliotheken sie bei Bedarf selbst recherchieren können.

Claudia Kovalik