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Archive for the ‘Bibliotheksmarketing’ Category

Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule – ein Handbuch

In Bibliotheksmarketing, Bibliotheksprojekte, Informationskompetenz, Kinder- und Jugendbibliothek, Lesen on 12 Dezember 2012 at 14:27

Um die Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken, Schulen und Lehrpersonen professionell und fruchtbar gestalten zu können, wurde von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich ein Handbuch erstellt, das Lehrpersonen und dem Bibliothekspersonal wichtige und nützliche Tipps im Hinblick auf eine Vernetzung und Zusammenarbeit untereinander gibt.

Sie finden im Handbuch (www.bischu.zh.ch) Materialien, Hinweise und Links, die man herunterladen, ergänzen und auf die jeweilige Situation anpassen kann.

Die folgenden Themen finden Sie online:

Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule

 

Pädagogik (in der Schulbibliothek und in der öffentlichen Bibliothek)

 

Grundlagen (für Entwicklungsarbeit in Bibliothek und Schule)

 

Sie finden auf der Homepage ebenfalls ein Verzeichnis der vielen Institutionen, die sich für die Entwicklung von Gemeinde- und Schulbibliotheken einsetzen.

Ausserdem finden Sie Hinweise auf Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich LIteralität und Bibliothekswesen für Lehrpersonen und Bibliothekspersonal.

 

www.bischu.zh.ch

 

 

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Ursachen und Gründe für die Nichtnutzung von Bibliotheken in Deutschland

In Bibliotheksentwicklung, Bibliotheksmarketing, Bibliotheksorganisation, Bibliotheksprojekte, Bibliotheksstatistik on 19 Juni 2012 at 08:25

Im Oktober/November 2011 wurde in Deutschland vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. sowie dem Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen eine repräsentative Telefonbefragung von 1300 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren durchgeführt. Darin wurden die Ursachen und Gründe eruiert, warum viele Jugendliche und Erwachsene keine öffentliche Stadt- oder Gemeindebibliothek (mehr) nutzen und welche Möglichkeiten es gibt, sie (zurück-) zu gewinnen.

Ungefähr ein Drittel (29%) der Deutschen im Alter von 14 bis 75 Jahren sind aktive Bibliotheksnutzer, d.h. sie haben in den letzten 12 Monaten eine öffentliche Bibliothek besucht. Der Europäische Durchschnitt liegt bei 64%). Haushalte mit Kindern nutzen öffentliche Bibliotheken öfter als solche ohne Kinder.

Die Befragung brachte wichtige Forderungen der Nicht- bzw. Nicht-Mehr-Nutzer zu Tage:

Die Nicht-(Mehr)-Nutzer wünschen:

–       erweiterte Öffnungszeiten

–       ansprechendere Räumlichkeiten

–       und ein aktuelleres sowie interessanteres Veranstaltungs- und Medienangebot

Am eindrücklichsten ist jedoch, dass sich der frühe Bibliotheksbesuch auszahlt: 62 Prozent der heutigen Bibliothekskunden haben in ihrer Kindheit mit ihren Eltern eine Bibliothek besucht, bei den Nicht- oder Nicht-Mehr-Nutzern sind dies nur 42 Prozent. Eine frühe Bibliothekssozialisation im Kindesalter hat also einen signifikanten Einfluss auf das spätere Nutzerverhalten: Wer in der Kindheit eine Bibliothek besucht hat, bleibt auch in seinem späteren Leben mit höherer Wahrscheinlichkeit Bibliotheksnutzer. Kinder müssen Bibliotheken also schon früh als selbstverständlichen Erlebnisort erfahren.

Alle Ergebnisse der Studie sowie detaillierte Angaben dazu finden Sie unter den folgenden Links:

http://www.stiftunglesen.de/bibliothekstudie

http://www.bibliotheksverband.de/dbv/projekte/nichtnutzungsstudie.html

SAB-Mitgliederversammlung

In Bibliotheksmarketing, Bibliotheksprojekte, Lesen on 15 Mai 2009 at 14:00

Gestern fand die SAB-Mitgliederversammlung in Zofingen statt. Circa 170 Leute stimmten am Morgen über Vereinsgeschäfte ab und genossen daraufhin ein leckeres Essen, das vom SBD anlässlich ihres 40-Jahr-Jubiläums spendiert wurde. Am Nachmittag referierte Gerald Leitner, der Geschäftsführer des Büchereiverbands, über das Österreichweite Projekt „Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek“.

2003 erreichte Österreich in der PISA-Studie lediglich den 19. Platz. Viele Schüler wiesen eine schlechte Lesekompetenz auf. Die Lösung des Problems wurde Schulen anvertraut und Bibliotheken wurden ausser Acht gelassen. Dies veranlasste den Büchereiverband eine nationale Kampagne zu organisieren, die auch Nicht-Leser anspricht. Von Plakaten tun österreichische Sport- oder Kulturgrössen ihre Meinung zum Lesen kund. Während sich der Büchereiverband um das Marketing kümmert, können Bibliotheken Veranstaltungen organisieren und so die Menschen zum Lesen animieren.

Der Erfolg der Kampagne war so gross, dass der Büchereiverband mit dem Staatspreis für Public Relations im Jahr 2008 ausgezeichnet wurde.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter: www.oesterreichliest.at.

Sabine Bachofner

Kundenorientierung differenziert!

In Bibliotheksmarketing, Bibliotheksorganisation on 22 April 2009 at 13:58

Die umfassende Ausrichtung der Bibliothek am Kunden ist Grundlage eines zeitgemässen und zukunftsorientierten Bibliotheksmanagements. Die Stadtbibliothek Stuttgart ist bei der Analyse neue Wege gegangen. Sie stellte sich die Frage: Wer sind unsere Kunden bzw. unsere Nicht-Kunden, was erwarten sie von uns und wie verhalten sie sich? Eine solche Vorgehensweise führt zu differenzierteren Resultaten als eine reine Betrachtung nach dem marketingtheoretischen Ansatz entsprechenden Zielgruppen. Hier geht es um Lebensstile, die von Bevölkerungsgruppen gepflegt werden. Lebensstil ist definiert als Gesamtpaket aus Wertorientierungen, Einstellungen und Verhaltensweisen.

Die Stadtbibliothek Stuttgart liess dazu eine Magisterarbeit erstellen, die sich am Modell der neun Lebensstiltypen des Zürcher Soziologen Gunnar Otte orientierte: Konservativ Gehobene, Konventionalisten, Traditionelle Arbeiter, Liberal Gehobene, Aufstiegsorientierte, Heimzentrierte, Reflexive, Hedonisten, Unterhaltungssuchende. Ziel der Arbeit war es, den Einfluss des Lebensstils auf die Bibliotheksnutzung im Hinblick auf eine differenziertere Zielgruppenorientierung der Bibliotheksarbeit zu untersuchen. Weitere Ausführungen dazu: „BUB. Forum Bibliothek und Information“, S. 275-278.

Ruth Fassbind

Transparente Bibliothek

In Bibliotheksmarketing on 17 Dezember 2008 at 12:50

Das „Library Journal“ präsentiert 12 Meilensteine für eine bibliothekarische Arbeit im Hinblick auf grössere Transparenz. Achten Sie darauf, dass die Bibliothek sowohl nach innen, also für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als auch nach aussen, also für die Kundschaft, mit ihrem Auftritt, mit Angeboten und Aussagen ein klar erkennbares Profil hat.

  • Geben Sie allen Beteiligten (Nutzern, Mitarbeitern, Trägern) die Möglichkeit, sich mitzuteilen.
  • Formulieren Sie Vorschläge konstruktiv und sorgen Sie dafür, dass dies Ihre Mitarbeiter ebenfalls tun. Dies erlaubt eine unvoreingenommene Auseinandersetzung damit.
  • Bauen Sie Ihren Freundeskreis, Personen und Organisationen, die sie unterstützen, laufend aus (Aufbau eines Netzwerks).
  • Akzeptieren Sie es, wenn jemand anonym bleiben will. So kommen Ihnen Fragen und Vorschläge zu Ohren, die Sie so sonst nie vernommen hätten.
  • Seien Sie ehrlich. Sowohl Nutzer als auch Mitarbeiter vergessen Täuschungsmanöver nicht.
  • Handeln Sie kundenorientiert und hinterfragen Sie immer wieder, ob die Angebote und Dienstleistungen den Wünschen entsprechen.
  • Interagieren Sie mit Ihren Kunden und anderen Bibliotheken, indem Sie nach der „open-door policy“ (Offenheit im Umgang mit allen Ansprechpartnern) handeln.
  • Nehmen Sie an Diskussionen über die eigene Institution auch online teil.
  • Messen Sie den Erfolg von neu eingesetzten Dienstleistungen oder Technologien.
  • Bedienen Sie alle Nutzergruppen gleichermassen.
  • Hören Sie auf Kritik und umgeben Sie sich mit talentierten Mitarbeitern.
  • Lassen Sie Wandel zu und verschliessen Sie sich nicht vor Neuentwicklungen.

Der Artikel erschien in zwei Folgen im November und Dezember; diese sind einsehbar unter: http://www.libraryjournal.com/article/CA6611609.html?industryid=47356 und http://www.libraryjournal.com/article/CA6611609.html?industryid=47356.

Sabine Bachofner