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„Mein Papa liest vor!“ – Warum (auch) Väter vorlesen sollten

In Lesen, Uncategorized on 20 Juni 2011 at 10:28

Kinder brauchen Vorbilder, damit aus ihnen später begeisterte Leser werden. Obwohl viele Väter über die wichtige Rolle des Vorlesens für die spätere Lese- und Lernbiographie ihres Kindes informiert sind, überlassen sie das Vorlesen vielfach den Müttern.

Der deutsche Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ) weist darauf hin, dass Vorlesen gemeinsame Erfahrungen schafft, Stoff für gemeinsame Gespräche liefert und später schöne Kindheitserinnerungen wachrufen kann. Nur knapp ein Fünftel der Männer liest seinen Kindern allein oder gemeinsam mit der Partnerin vor. Viele Väter sehen ihren Zuständigkeitsbereich woanders, z.B. beim Hüttenbauen im Wald oder bei der Organisation des sonntäglichen Familienausflugs.

Christoph Schäfer, Pressesprecher der Stiftung Lesen, ist überzeugt, dass sich auch Väter durchaus für das Vorlesen begeistern lassen: „Zahlreiche Projekterfahrungen belegen: Väter werden zu Vorlese-Vätern, wenn man sie für das Thema sensibilisiert und durch niederschwellige, männeraffine Angebote zum Aktivwerden motiviert.“ Väter können ihren Söhnen, denen durch die Feminisierung im Lehrerberuf in der Primarschule vielfach männliche Vorbilder fehlen, durch das Vorlesen „eine wichtige Orientierung auch in entwicklungspsychologischer Hinsicht geben“ wie Regina Pantos, Vorsitzende des AKJ, betont.

Claudia Kovalik

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