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Welttag des Buches am 23. April 2011

In Bibliotheksprojekte, Lesen, Literatur on 18 April 2011 at 08:02

Am kommenden Samstag, den 23. April, findet der jährliche Welttag des Buches statt. Die UNESCO will mit dem Welttag des Buches und den damit verbundenen Aktionen Buch und Lesen fördern.
Seinen Ursprung hat der Feiertag für das Buch in einer katalanischen Tradition, wonach sich die Menschen zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi Rosen schenken. Seit den zwanziger Jahren werden auf Initiative der Büchergilde von Barcelona auch Bücher verschenkt. Der 23. April ist besonders in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter, bei dem Verkaufsstände auf den Straßen aufgebaut sowie Lese- und Bücherfeste organisiert werden.

In der Schweiz steht der Tag unter dem Motto „Die Schweiz liest – lesen Sie mit!“. Es finden an diversen Orten Veranstaltungen statt, die etwas mit Büchern und Lesen zu tun haben. In Bibliotheken, Buchhandlungen und sogar im Zürcher Zoo wird am 23. April dem (Vor-)Lesen und dem Buch als solches vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt.

Weitere Informationen zum Welttag des Buches sowie eine Liste der verschiedenen Veranstaltungen finden Sie unter: http://www.journeemondialedulivre.ch/de

Claudia Kovalik

Kinderbuch-Apps auf dem iPad: Die digitalen Kinderbücher kommen!

In Fachzeitschriften zu Kinder- und Jugendliteratur, Kinder- und Jugendliteratur, Lesen on 4 April 2011 at 09:30

Immer mehr Kinderbücher werden neuerdings auch als E-Books für den iPad sowie als Apps für Mobiltelefone verkauft. Die vielen interaktiven Elemente (Geräusche, wenn man auf dem Bildschirm auf einen Gegenstand oder ein Tier tippt; Sterne, die plötzlich aufleuchten; Bälle, die gekickt werden können usw.) haben zwar oft nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun, machen aber den Kindern richtig Spass.

Kritiker monieren zwar, dass die vielen interaktiven Extras und Spielelemente das Kind vom Lesen abhalten, das Timing der Geschichte negativ beeinflusse und die Story selbst dadurch in den Hintergrund gerate. Dieses Multitasking schule die Wahrnehmung nicht, sondern schmälere im Gegenteil die Konzentration.

Meiner Meinung nach sind die Kinder aber solches Multitasking schon längst gewohnt und verlangen sogar danach. Ausserdem motivieren die interaktiven, auf dem iPad abrufbaren Bücher und Geschichten auch lesefaule und –ungeübte Kinder, es einmal mit einem Buch zu versuchen.

Sehr sinnvoll und motivierend finde ich die in allen E-Books eingebauten Vorlesefunktionen. Das Kind kann sich die Geschichte entweder von einer Computerstimme vorlesen lassen, oder, wie z.B. beim Titel „Philipps Wunsch“ von Woody Miller, seine eigene Stimme aufnehmen. Natürlich kann aber auch „ganz klassisch“ ein Elternteil die Rolle des Vorlesers übernehmen. So wird auf spielerische Weise das Lesen gefördert und es werden höchstwahrscheinlich auch bisher vom Lesen wenig begeisterte Kinder erreicht. Mittelfristig werden Kinder-E-Books nicht mehr vom Markt wegzudenken sein.

Ausführliche Besprechungen der Kinderbuch-Apps und E-Books finden Sie hier:

– bjl (Bulletin Jugend & Literatur), 2/2011, S. 18-21.

– eselsohr (Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien), 2/2011, S. 27.

– eselsohr (Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien), 3/ 2011, S. 24-25.

http://www.boersenblatt.net/434112/?t=newsletter

Claudia Kovalik