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Lesekompetenz verbessert: Resultate der PISA-Studie 2009

In Lesen on 8 Dezember 2010 at 14:30

Die Zahl der leseschwachen Schülerinnen und Schüler in der Schweiz hat sich seit der ersten PISA-Studie im Jahre 2000 verringert. Während die Lesekompetenzen der 15-jährigen Schulabgänger vor zehn Jahren nur für den 17. Platz unter den untersuchten Ländern reichten, konnte sich die Schweiz nun auf Rang 13 unter den 65 bewerteten Ländern steigern.

Der nationale Aktionsplan zur Leseförderung scheint erste Früchte zu tragen. Die Priorität in der Leseförderung hat sich vom schönen und lauten (Vor-)Lesen in Richtung Textverständnis verschoben. Dem gründlichen Verstehen des Textes wird nun viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet als früher. Ein weiteres erfreuliches Resultat ist, dass besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund ihre Lesekompetenzen seit 2000 verbessert haben.

Dennoch sollte sich die Euphorie in Grenzen halten. Die Schweiz, als Land mit einem guten und gut dotierten Bildungssystem, sollte (noch) bessere Ergebnisse erreichen können. Viel Arbeit ist noch zu tun, wenn man bedenkt, dass immer noch 56% der Knaben und ein Drittel der Mädchen in der Schweiz nie oder nur sehr ungern ein Buch zur Hand nehmen.

Claudia Kovalik