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Die Bibliothek als Hotel

In Uncategorized on 30 April 2010 at 13:58

Die amerikanische Ostküstenstadt New York ist um eine Attraktion reicher. Nur wenige Schritte von den renommierten New York Public Library in Manhattan entfernt können Bibliophile mit einem Hang zum Luxus im „Library Hotel“ residieren.

Jedes Stockwerk ist einer der zehn Hauptkategorien der Dewey’schen Dezimalklassifikation (Dewey Decimal Classification) gewidmet: Allgemeine Werke (000); Philosophie und Psychologie (100); Religion (200); Sozialwissenschaften (300); Sprache (400); Naturwissenschaften und Mathematik (500); Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften (600); Künste und Unterhaltung (700); Literatur (800) sowie Geschichte und Geografie (900).

Kunstliebhaber sollten sich um ein Zimmer im siebten Stock bemühen: so dreht sich beispielsweise im Zimmer 700.002 alles um die Malerei. Das Zimmer ist mit einer Auswahl an spezieller Kunstliteratur sowie Kunst zum Thema bestückt.

Wer sich dagegen mehr für die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts interessiert, ist mit dem Zimmer 900.001 gut beraten.

Das Hotel verfügt ausserdem über einen „Reading Room“, einen „Poetry Garden“ und einen „Writer’s Den“, in dem man sich dem Verfassen eines eigenen Werkes widmen kann – sofern man in New York die Musse dazu findet…

Claudia Kovalik

Alte Schweizer Drucke sind online

In Bibliotheksprojekte on 9 April 2010 at 13:16

Die Schweiz, die im internationalen Vergleich in Sachen Digitalisierung noch einiges aufzuholen hat, wartet seit Kurzem mit einem neuen Angebot auf: Unter der Adresse www.e-rara.ch machen neun Schweizer Universitätsbibliotheken digitalisierte alte Drucke via Web-Plattform kostenlos zugänglich. Seit Mitte März sind über 800 Bücher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert online abrufbar.

Einen ersten gesamtschweizerischen Schwerpunkt des Projekts bilden die Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts, dem „goldenen Zeitalter“ des Schweizer Buchdrucks, die in der europäischen Geistesgeschichte und besonders in der Reformationsgeschichte eine wichtige Rolle spielen.

Neuzugänge kommen laufend hinzu – bis Ende nächsten Jahres soll e-rara mehrere Tausend Drucke umfassen. Die aktuelle Liste mit neu digitalisierten Drucken kann als RSS-Feed abonniert werden.

Claudia Kovalik