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Medienkompetenz und Bibliothekspartnerschaften

In Bibliotheksentwicklung, Informationskompetenz, Kinder- und Jugendbibliothek on 30 November 2009 at 15:09

EU: Fokus auf Medienkompetenz

Über gute Medienkompetenz zu verfügen ist heutzutage ein fast schon unabdingbarer Bestandteil des täglichen Lebens. Die Europäische Kommission definiert Medienkompetenz als „grundlegende Voraussetzung für demokratische Partizipation und gesellschaftliche Verantwortung“ und stellt in einem Factsheet ihre Aktivitäten im Bereich Medienkompetenz vor. In der von der EU formulierten Definition „ist das Bewußtsein um und das Erlernen von Medienkompetenz eine grundlegende Voraussetzung für demokratische Partizipation und gesellschaftliche Verantwortung“. Um die Wichtigkeit dieser Kompetenz im Umgang mit den neuen Medien zu unterstreichen, hat die Europäische Kommission Medienkompetenz deshalb als „grundlegende und zu erlernende Fähigkeit der europäischen Bürger“ definiert. In Ländern wie Schweden, Irland und Großbritannien wurde das Erlernen von Medienkompetenz bereits in die Lehrpläne der Schulen aufgenommen, in der Schweiz ist man vielerorts daran, Konzepte zur Medienkompetenz im Unterricht zu erarbeiten.

Links dazu:

http://ec.europa.eu/avpolicy/media_literacy/docs/recom/c_2009_6464_de.pdf

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/09/1244&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en
 

Partnerbibliotheken

Das neue Projekt der IFLA-Sektion für Kinder- und Jugendbibliotheken will die Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendbibliotheken weltweit fördern. Es bietet die Möglichkeit, dass Bibliotheken aus verschiedenen Ländern Partnerbibliotheken finden, Erfahrungen in dem Bereich der Bibliotheksarbeit austauschen und gemeinsame Projekte zur Leseförderung von Kindern und Jugendlichen entwickeln. Den Umfang und die Art der Zusammenarbeit bestimmen die beteiligten Bibliotheken selbst.

Einige Beispiele für eine solche Zusammenarbeit sind:

 

– Ideen für eine kinder- und jugendgerechte Leseförderung austauschen

– Probleme aus der Praxis besprechen (z.B. Klassifikation, Aufstellungsordnung, technische und organisatorische Probleme usw.)

– Vorschläge und Lösungen für bibliothekarische Angelegenheiten aller Art diskutieren

– Informationen über gute, für Kinder und Jugendliche geeignete, Bücher austauschen

– Tipps zum Aufbau eines Buchklubs, zur Durchführung von Veranstaltungen in der Bibliothek usw. geben und erhalten

– Buchbesprechungen und -rezensionen veröffentlichen

– Trends, Neuheiten und Entwicklungen untereinander diskutieren

– u.v.m.

 

Erste Erfahrungen aus Pilotprojekten werden auf der IFLA-Konferenz in Göteborg im August 2010 vorgestellt.
 

Weiterführende Informationen, ein Anmeldeformular und eine aktuelle Liste der beteiligten Bibliotheken finden Sie unter:

http://www.ifla.org/en/node/1746

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„Wichteln“ goes online

In Uncategorized on 25 November 2009 at 09:40

Ich bin – passend zur nahenden Adventszeit – auf eine interessante Seite gestossen. Das uns wohl allen aus der Schulzeit bekannte „Wichtelspiel“, bei dem man von (Klassen-)Kameraden anonym kleine Geschenke erhält, wurde nun auf eine schöne und ungewöhnliche Art und Weise auch für Bibliophile und Leseratten ins Leben gerufen. 

Die Idee ist einfach. Man bezahlt einen kleinen Betrag und kauft dafür Bücher für eine andere Person, deren Lesevorlieben und Lieblingsautoren man auf ihrem Profil unter www.librarything.com einsehen kann. Jeder Teilnehmer darf natürlich auch seine/ ihre Favoriten und speziellen Lektürewünsche angeben. Nach getaner „Arbeit“ kann man sich entspannt zurücklehnen und sich auf die Buchgeschenke, die man von anderen (anonymen) „Wichteln“ erhalten wird, freuen.

Das Schöne an der Sache ist, dass man auch mit knappem Budget teilnehmen kann, oder, falls man selber bereits genug Bücher besitzt, seine Freunde und Bekannten für die Buchgeschenke anmelden darf. 

Mehr zum Wichtelspiel unter:

http://www.librarything.com/santathing.php

Claudia Kovalik

Schweizer Buchpreis für Ilma Rakusa

In Uncategorized on 16 November 2009 at 09:30

Die Gewinnerin des diesjährigen Buchpreises heisst Ilma Rakusa. Die in Zürich wohnhafte Autorin setzte sich an der gestrigen Preisverleihung im Rahmen der Buch.09 gegen vier KonkurrentInnen (Urs Widmer, Eleonore Frey, Jürg Laederach und Angelika Overath) durch.

Ihr Buch „Mehr Meer“ vermochte die Jury zu überzeugen und gewann den mit 50’000 Franken dotierten Schweizer Buchpreis. In ihrem Werk erzählt Rakusa in poetischer Sprache von ihrer Kindheit, den vielen Ortswechseln und von ihren Reisen in Osteuropa. Ilma Rakusa, 1946 in der Slowakei als Kind einer ungarischen Mutter und eines slowenischen Vaters geboren, lebt seit 1951 in der Schweiz.

Falls die Verleihung des Schweizer Buchpreises ein ähnliches Interesse an Rakusas Werk auslöst wie letztes Jahr an Rolf Lapperts „Nach Hause schwimmen“, das bis anhin knapp 50’000 Mal verkauft wurde, steht der Autorin ein erfolgreiches und spannendes Jahr bevor.

Claudia Kovalik

UNESCO/IFLA Multicultural Library Manifesto

In Uncategorized on 10 November 2009 at 08:11

Vier Jahre lang engagierte sich die IFLA-Arbeitsgruppe „Library Services to Multicultural Populations“ nach Erarbeitung des „IFLA Multicultural Library Manifesto – The Multicultural Library – gateway to a cultural diverse society in dialogue“ bis die UNESCO am 15. Oktober das Papier als UNESCO-Dokument anerkannt hat. Damit liegt nun ein Basispapier vor, das den Rahmen für die interkulturelle Bibliotheksarbeit absteckt. Bibliotheken weltweit sind angehalten, die im Manifest formulierten Grundsätze umzusetzen und Angebote zu entwickeln resp. zu machen.
Mit einem Ausländeranteil von über 20% ist die Schweiz, in der Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen und Sprachräumen wohnen, im wahrsten Sinne des Wortes multikulturell. Schweizer Bibliotheken sind gefordert, wo immer nötig einen Beitrag zu leisten – sei es mit Büchern in Fremdsprachen, die ein Stück Heimat in der Fremde bedeuten, sei es mit Information und Angeboten für den Erwerb der deutschen Sprache im Sinne der Integration. Das UNESCO/IFLA-Manifest bietet dafür den verbindlichen Rahmen und legitimiert ein entsprechendes Engagement.

Ruth Fassbind

Schweizer Erzählnacht am 13.11.

In Uncategorized on 9 November 2009 at 14:23

„Als die Welt noch jung war…“ – dies ist das Thema der diesjährigen Erzählnacht, die seit vielen Jahren jeweils am zweiten Freitag im November stattfindet. Das Motto dieses besonderen Anlasses wird jedes Jahr vom SIKJM (Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien), der Bibliomedia und Unicef gemeinsam festgelegt.

An diesem Freitag gibt es nun wieder im ganzen Land diverse Veranstaltungen rund um die Erzählnacht. Da werden in Schulen, Bibliotheken, Museen und anderen kulturellen Institutionen passend zum Thema Dinosaurier zum Leben erweckt, Schöpfungsmythen erzählt, Sagen vorgelesen, alte Lieder gesungen usw.

Jeder Veranstalter bietet ein eigenes Programm an und wird die diesjährige Erzählnacht spannend und individuell gestalten.

Für nähere Informationen zu Veranstaltungen an Ihrem gewünschten Ort fragen Sie einfach in Ihrer Bibliothek oder konsultieren Sie den Veranstaltungskalender oder das Internet.

Claudia Kovalik

Buchmesse BucH.09 in Basel

In Uncategorized on 2 November 2009 at 15:47

Ein Jahr ist es her, seit an der Basler Buchmesse der erste, mit 60’000 Franken dotierte  Schweizer Buchpreis an Rolf Lapperts Werk „Nach Hause schwimmen“ ging.

Auch dieses Jahr wird an der Buchmesse, die vom 13. bis 15. November in Basel stattfindet, der Schweizer Buchpreis verliehen. 53 deutschsprachige Titel von literarischen und essayistischen Werken in der Schweiz lebender oder Schweizer AutorInnen wurden eingereicht, die Preisverleihung findet am Sonntag, 15. November um 11 Uhr statt.

Die BucH.09 wartet wiederum mit einem vielfältigen Programm auf. So sind nebst den nominierten Autorinnen und Autoren, die ihre Werke an der BucH.09 präsentieren, auch zahlreiche in- und ausländische Verlage vertreten.  Ein vielfältiges Rahmenprogramm – von der Kinderzeltstadt bis zum Szeneforum – bietet für jede Zielgruppe interessante Unterhaltung rund ums Buch.

Nähere Informationen zur Buchmesse finden Sie unter 

www.buch09.ch

 

Claudia Kovalik