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Medienpädagogik

In Informationskompetenz, Web 2.0 on 30 März 2009 at 08:36

Diverse Institutionen, die sich im Bereich der Medienpädagogik engagieren, haben anlässlich des Abschlusses der internationalen Konferenz „Computerspiele / Spieler / Spielkulturen“ an der Universität Magdeburg ein medienpädagogisches Manifest vorgestellt.

Medienkompetenz gehört in der heutigen Informations- und Mediengesellschaft zum Rüstzeug, um mit Medien verantwortungsbewusst umgehen zu können. Diese Kompetenz wird in Schulen aber zu wenig gelehrt. Medienpädagogik muss im Bildungsbereich deshalb ein grösseres Gewicht erhalten: http://snp.bpb.de/neu/wp-content/uploads/2009/03/medienpaedagogisches-manifest_2009.pdf.

Schüler müssen lernen, gerade auch mit persönlichen Daten im Web sorgfältiger umzugehen. Gemäss einem Artikel im Tagesanzeiger vom 23. März 2009 (S. 54: Mittel, die gegen fade Facebook-Auftritte wirken) bietet Facebook (Social communnity-Seite) diverse Applikationen an, um die eigene Profilseite individueller zu gestalten. Doch aufgepasst: Diese Applikationen werden von Anbietern ausserhalb von Facebook angeboten, die für die Nutzung ihres Angebots Zugriff auf persönliche Daten erhalten. Vorsicht ist also geboten! Eine frühe medienpädagogische Schulung unterstützt den notwendigen medienkritischen Umgang mit neuen und alten Medien von Anfang an.

Sabine Bachofner

eGames in Bibliotheken

In Bibliotheksprojekte, Kinder- und Jugendbibliothek on 17 März 2009 at 06:59

Mark Buzinkay bietet auf seinem Blog die Publikation „eGaming in Bibliotheken“ als eBook zum freien Download an: http://www.buzinkay.net/blog-de/. Buzinkay geht vom Umstand aus, dass das Spiel die Kultur und somit auch die Gesellschaft prägt. Unser Leben wird zunehmend digital bestimmt. Dies trifft auch auf Spiele zu. Wollen sich Bibliotheken, neben Arbeitsort und Privatbereich, im Bewusstsein der Bevölkerung als dritter Ort etablieren, müssen sie sich mit „eGaming“ auseinandersetzen. Viele Jugendliche spielen regelmässig online. Dies tun sie, gemäss einer Studie aus den USA, nicht mit weit entfernt lebenden Mitspielern, sondern mit Leuten aus der Nachbarschaft (http://www.bild.de/BILD/digital/spiele/2009/02/17/nachbarn-bevorzugt/online-gamer-scheuen-die-ferne.html). Es ist also naheliegend, dass eine Bibliothek interessierte Jugendliche aus ihrem Umfeld als aktive Nutzer ansprechen kann, wenn sie eGaming-Veranstaltungen organisiert. Buzinkay stellt in seinem eBook einige Spiele vor, die sich für solche Veranstaltungen eignen. Die ALA (American Library Association) weiss um die Chancen, die Games für Bibliotheken bieten, und offeriert ihren Mitgliedern finanzielle Unterstützung für Organisation und Durchführung solcher Veranstaltungen (http://lisnews.org/apply_ala_s_5_000_gaming_grants).

Sabine Bachofner