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Archive for Februar 2009|Monthly archive page

Visual Libraries

In Bibliotheksprojekte on 26 Februar 2009 at 16:32

Die Central Library in Portsmouth (UK) startete zusammen mit der Universität vor kurzem das Projekt „Visual Libraries“ (www.visuallibraries.com). In der Central Library können „Visual Library Books“ von den Bibliotheksbenutzern ausgeliehen werden.

Jedes der 45 „Visual Library Books“ hat ein eigenes Thema wie beispielsweise „Portsmouth“, „Liebe“ oder „Erinnerungen“. Mit dem Satz „Leave your mark“ lädt die Bibliothek alle ein, etwas selbst zu malen oder zu kleben, zu zeichnen, zu schreiben oder zu drucken oder auch einfach Photographien einzukleben. Der Spass an der Auseinandersetzung mit dem Thema steht dabei im Vordergrund. Erste Fotos sind auf Flickr (Foto-Community) zu sehen: http://www.flickr.com/groups/visuallibraries/

Sabine Bachofner

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Sonntagsöffnung? Sonntagsöffnung

In Bibliotheksorganisation on 25 Februar 2009 at 16:10

In den letzten beiden Nummern der Zeitschrift „BuB. Forum Bibliothek und Information“ (2009/01 resp. 02) wird die Frage der Bibliotheksöffnung auch am Sonntag kontrovers diskutiert. Artikel aus markt- resp. kundenorientierter Perspektive stehen neben Texten mit eher berufsstandswahrendem Charakter. Bibliotheken müssen sich heute, wollen sie ihre Kundschaft nicht verlieren, konsequent immer wieder der Frage stellen, für wen sie arbeiten und wie sie dies tun. Das heisst auch, dass sie ihre Zugänglichkeit optimal auf ihr Publikum, ihre verschiedenen Zielgruppen, ausrichten. Kommt eine Bibliothek zum Schluss, dass Familien ein starkes Kundensegment sind, hat sie den Zugang zu ihren Angeboten für diese Zielgruppe möglichst optimal zu regeln. Damit steht auch die Frage nach einer Sonntagsöffnung im Raum. Denn wann, wenn nicht am Sonntag, haben alle Familienmitglieder Zeit für einen gemeinsamen Bibliotheksbesuch? Die Kantonsbibliothek Liestal macht seit Jahren während der Winterzeit gute Erfahrungen damit. Die Bibliothekskunden, gerade auch ganze Familien, nutzen das Sonntagsangebot begeistert.

Ruth Fassbind

eBooks II

In Lesen on 19 Februar 2009 at 15:15

John Siracusa, der vor sieben Jahren beim heute nicht mehr existierenden Ebook-Anbieter Palm Digital Media arbeitete, schrieb vor kurzem einen längeren Artikel über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Ebooks. In den Anfangszeiten lasen Siracusa und seine Arbeitskollegen Ebooks auf ihren Palm PDAs (Personal digital assistant). Sie schätzten es, dass das Gerät nicht viel Platz benötigte. Doch die Kritik in der Öffentlichkeit war gross. Auch heute noch werden viele Argumente gegen Ebooks ins Feld geführt. Dazu gehört beispielsweise das unangenehme Lesen am Bildschirm. Dabei sitzen mittlerweile viele Menschen sehr lange am Computer und lesen da auch lange Texte. Die Verlage versuchten, die Verbreitung der Ebooks zu stoppen, indem sie den elektronischen Anbietern Steine in den Weg legten. So war es diesen verboten, Ebooks billiger als Bücher anzubieten, obwohl ja keine Materialkosten anfallen.

Amazon könnte es nun mit seinem „Kindle“ gelingen, Ebooks einer breiten Masse schmackhaft zu machen. Anstelle von PDAs und Smartphones werden einzelne Geräte wie das IPhone immer wichtiger. Nach Einschätzung Siracusas werden Nutzer Ebooks vermehrt über dasjenige Gerät lesen, womit sie auch Musik hören, telefonieren, surfen und spielen.

Den ganzen Artikel finden Sie unter: http://arstechnica.com/gadgets/news/2009/02/the-once-and-future-e-book.ars

Sabine Bachofner

Juli

In Fachzeitschriften zu Kinder- und Jugendliteratur on 17 Februar 2009 at 13:34

Wie „netbib“ mitteilt, erscheint ab Ende Januar eine neue Zeitschrift für Kinder- und Jugendliteratur. „Juli“ (http://www.juli-zeitschrift.de/index.php) will Forschungsergebnissen im Bereich der Kinder- und Jugendliteraturforschung mehr Raum bieten. Die Abstracts der Artikel sind online einsehbar. Die Artikel können entweder einzeln gekauft oder als Heft zum Preis von 9.80 Euro bestellt werden.
Sabine Bachofner

Historische Kinder- und Jugendliteratur

In Fachzeitschriften zu Kinder- und Jugendliteratur, Kinder- und Jugendbibliothek, Kinder- und Jugendliteratur on 2 Februar 2009 at 12:50

Monatlich erscheint die Fachzeitschrift „Bulletin Jugend & Literatur“. In der neuesten Ausgabe von Januar 2009 findet sich ein interessanter Artikel für all jene, die den Bestand an Kinder- und Jugendbelletristik zu historischen Themen erneuern oder aufbauen wollen.

Alexandra Ernst nimmt in ihrem umfassenden Beitrag Bezug auf neueste historische Kinder- und Jugendromane. In den von ihr zusammengestellten Rubriken („Mysterium“, „starke Frauen“, „andere Religionen“, „Toleranz“, „Reisen“, „High Society“, „Reihen“ und „Leidenschaft“) stellt sie gelungene und weniger gelungene Werke von verschiedenen Autoren vor. Kritisch beleuchtet sie die sich abzeichnende Entwicklung einer zunehmenden Vermischung von Fantasy und historischem Roman. Für das Verfassen eines historischen Romans muss ein Autor recherchieren und Hintergrundinformationen wie Kleidung, Umgebung, Politik, Verhalten usw. zusammentragen. Diese Fakten gilt es dann, in die Romanhandlung einfliessen zu lassen. Fantasyromane hingegen verlangen nicht nach einem genauen historischen Kontext. Ihre Unschärfe wird mit einem Plus an Abenteuer, Action und Romantik kaschiert. Dank ihrer pointierten Rezensionen gelingt es Ernst, die Schwachstellen einiger historischer Kinder- und Jugendromane exemplarisch aufzuzeigen.

Sabine Bachofner