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Mit ‘Nichtleser’ getaggte Artikel

Lesen und Fussballspielen – das Projekt „kicken & lesen“ hat Erfolg!

In Lesen am 22 Juli 2011 um 13:07

Das Projekt „kicken & lesen“, das seit 2007 erfolgreich in Baden-Württemberg läuft, richtet sich an 10-14-jährige Jungen aus bildungsfernen Familien und/oder mit Migrationshintergrund. Ziel des Projekts ist es, Lese- und Integrationsförderung zu betreiben – auf eine Art, die bei Jungen dieser Altersgruppe ankommt und auch Nichtleser zum Lesen motiviert. Denn dass eine gute Lesekompetenz die Chancen bei der Berufsfindung und der sozialen Integration erhöht, ist mittlerweile überall bekannt.

Eine pädagogische Fachperson, die die Lesestärke der Jungen einschätzen kann, wählt 10-15 Teilnehmer aus, die sich nach der Schule treffen um in kleiner Runde gemeinsam zu Lesen und Fussball zu spielen. Ausdrücklich von der Projektleitung erwünscht ist eine Zusammenarbeit von Vereinen, Bibliotheken, Jugendförderungsprojekten, kirchlichen Institutionen usw. mit Schulen.

Die Hemmschwelle, in geselliger Runde zu lesen, die durch gerade für Jungen so wichtige körperliche Aktivität unterbrochen wird, ist deutlich niedriger als wenn jeder alleine für sich zu Hause lesen müsste.

Das Projekt hat bereits viele nicht minder erfolgreiche Nachahmer gefunden, so z.B. die Idee einer Projektleiterin, die Fussball gegen Karate austauschte und mit Drachen- und Kampfsportbüchern unterbrochen von schweisstreibenden Karate-Lektionen ihre jungen Leser zu motivieren wusste.

Weitere Infos zum Projekt „kicken & lesen“ finden Sie unter folgender Adresse:

www.kickenundlesen.de

 Claudia Kovalik

SAB-Mitgliederversammlung

In Bibliotheksmarketing, Bibliotheksprojekte, Lesen am 15 Mai 2009 um 14:00

Gestern fand die SAB-Mitgliederversammlung in Zofingen statt. Circa 170 Leute stimmten am Morgen über Vereinsgeschäfte ab und genossen daraufhin ein leckeres Essen, das vom SBD anlässlich ihres 40-Jahr-Jubiläums spendiert wurde. Am Nachmittag referierte Gerald Leitner, der Geschäftsführer des Büchereiverbands, über das Österreichweite Projekt „Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek“.

2003 erreichte Österreich in der PISA-Studie lediglich den 19. Platz. Viele Schüler wiesen eine schlechte Lesekompetenz auf. Die Lösung des Problems wurde Schulen anvertraut und Bibliotheken wurden ausser Acht gelassen. Dies veranlasste den Büchereiverband eine nationale Kampagne zu organisieren, die auch Nicht-Leser anspricht. Von Plakaten tun österreichische Sport- oder Kulturgrössen ihre Meinung zum Lesen kund. Während sich der Büchereiverband um das Marketing kümmert, können Bibliotheken Veranstaltungen organisieren und so die Menschen zum Lesen animieren.

Der Erfolg der Kampagne war so gross, dass der Büchereiverband mit dem Staatspreis für Public Relations im Jahr 2008 ausgezeichnet wurde.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter: www.oesterreichliest.at.

Sabine Bachofner

Lesen in Deutschland 2008

In Informationskompetenz, Lesen am 9 Dezember 2008 um 13:20

Die Stiftung Lesen (Mainz) konnte dank finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nach 1992 und 2000 die dritte Bestandesaufnahme zum Lesen und den Lesekompetenzen in Deutschland durchführen. Wichtigste Erkenntnisse:

Jeder Vierte liest nicht, d.h. partizipiert nicht an schriftlicher Kommunikation.

Die Lesekultur wird zunehmend segmentiert, und die “Lese-Mittelschicht” verschwindet. Die Zahl der Nichtleser bleibt konstant.

Immer mehr Menschen finden Lesen grundsätzlich wichtig (hohe Wertschätzung!) – was aber im Widerspruch zur gelebten Alltagspraxis steht.

Das Lese-Zapping oder Überfliegen der Texte nimmt zu.

Deutsch sprechende Migranten nehmen aktiv an der Lesekultur teil und greifen sogar etwas häufiger zum Buch als Deutsche ohne Migrationshintergrund.

Ganzer Bericht als Download: www.stiftunglesen.de > Neue Lesestudie

Ruth Fassbind

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