Das Projekt „kicken & lesen“, das seit 2007 erfolgreich in Baden-Württemberg läuft, richtet sich an 10-14-jährige Jungen aus bildungsfernen Familien und/oder mit Migrationshintergrund. Ziel des Projekts ist es, Lese- und Integrationsförderung zu betreiben – auf eine Art, die bei Jungen dieser Altersgruppe ankommt und auch Nichtleser zum Lesen motiviert. Denn dass eine gute Lesekompetenz die Chancen bei der Berufsfindung und der sozialen Integration erhöht, ist mittlerweile überall bekannt.
Eine pädagogische Fachperson, die die Lesestärke der Jungen einschätzen kann, wählt 10-15 Teilnehmer aus, die sich nach der Schule treffen um in kleiner Runde gemeinsam zu Lesen und Fussball zu spielen. Ausdrücklich von der Projektleitung erwünscht ist eine Zusammenarbeit von Vereinen, Bibliotheken, Jugendförderungsprojekten, kirchlichen Institutionen usw. mit Schulen.
Die Hemmschwelle, in geselliger Runde zu lesen, die durch gerade für Jungen so wichtige körperliche Aktivität unterbrochen wird, ist deutlich niedriger als wenn jeder alleine für sich zu Hause lesen müsste.
Das Projekt hat bereits viele nicht minder erfolgreiche Nachahmer gefunden, so z.B. die Idee einer Projektleiterin, die Fussball gegen Karate austauschte und mit Drachen- und Kampfsportbüchern unterbrochen von schweisstreibenden Karate-Lektionen ihre jungen Leser zu motivieren wusste.
Weitere Infos zum Projekt „kicken & lesen“ finden Sie unter folgender Adresse:
Claudia Kovalik