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Mit ‘Bibliotheksdienstleistung’ getaggte Artikel

Alte Schweizer Drucke sind online

In Bibliotheksprojekte am 9 April 2010 um 13:16

Die Schweiz, die im internationalen Vergleich in Sachen Digitalisierung noch einiges aufzuholen hat, wartet seit Kurzem mit einem neuen Angebot auf: Unter der Adresse www.e-rara.ch machen neun Schweizer Universitätsbibliotheken digitalisierte alte Drucke via Web-Plattform kostenlos zugänglich. Seit Mitte März sind über 800 Bücher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert online abrufbar.

Einen ersten gesamtschweizerischen Schwerpunkt des Projekts bilden die Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts, dem „goldenen Zeitalter“ des Schweizer Buchdrucks, die in der europäischen Geistesgeschichte und besonders in der Reformationsgeschichte eine wichtige Rolle spielen.

Neuzugänge kommen laufend hinzu – bis Ende nächsten Jahres soll e-rara mehrere Tausend Drucke umfassen. Die aktuelle Liste mit neu digitalisierten Drucken kann als RSS-Feed abonniert werden.

Claudia Kovalik

 

Kooperation Schule-Bibliothek

In Uncategorized am 27 Oktober 2009 um 09:21

Eine Broschüre stellt erfolgreiche Kooperationen zwischen Schule und Bibliothek vor. Es wurde Wert darauf gelegt, unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit zu berücksichtigen: Von der öffentlichen Bibliothek, die zugleich Schulbibliothek (kombinierte) ist, über eine organisierte Arbeitsteilung von Schulbibliothek und öffentlicher Bibliothek bis hin zur
öffentlichen Bibliothek, die für ein Schulhaus ohne Bibliothek die Rolle der Schulbibliothek übernimmt.

Wichtige Faktoren einer erfolgreichen Zusammenarbeit sind:
Wissen über die jeweils andere “Welt” (Arbeitsinhalte und -abläufe, Betriebskultur etc.), persönliche Kontakte, verbindliche Vereinbarungen und feste gemeinsame Rituale (Sitzungen, Einladungen u.a.)

Die Broschüre kann kostenlos heruntergeladen werden:
www.alf-hannover.de/files/bibliothek_schule_beispiele_nds_2009.pdf

Ruth Fassbind

Fischerausrüstung zu vermieten

In Bibliotheksprojekte am 29 Juli 2009 um 11:50

Das kanadische Elliot Lake liegt inmitten vieler Seen und gilt als beliebte Natur- und Abenteuer-Destination. Die vielen Seen laden zum Fischen ein. Nicht alle Leute, die in Elliot Lake wohnen oder das Gebiet um Elliot Lake besuchen, besitzen eine Angel. Die Bibliothek von Elliot Lake erhielt acht Fischerausrüstungen von der „Ontario Federation of Anglers and Hunters“ und dem „Elliot Lake Rod and Gun Club“. Personen mit einer gültigen Bibliothekskarte können nun eine Angelausrüstung für eine Woche ausleihen (siehe: http://www.elliotlakelibrary.com/en/whatweoffer/TS.asp)

Liegt ihre Gemeinde in einer einzigartigen Naturumgebung, zu deren Erkundung Spezialmaterial benötigt wird? Ist zum Beispiel ein Kanal in ihrer Nähe, der mit Schlauchbooten oder Kajaks befahren werden kann? Oder wird auch in ihrer Umgebung eine spezielle Sportart ausgeübt, wofür ihre Bibliothek Material ausleihen könnte? Besteht die Möglichkeit, eine Kooperation mit einem lokalen Verein einzugehen?

via LISNews

Sabine Bachofner

Wer liest wo?

In Literatur am 2 Juli 2009 um 12:20

Der Schweizer Buchhändler- und Verleger Verband SBVV zusammen mit dem Zürcher Buchhändler- und Verlegerverein ZBVV unterhält die Webseite www.werliestwo.ch. Lesungen oder literarische Veranstaltungen in der deutschsprachigen Schweiz sind recherchierbar nach Region, Datum oder Stichwort. Auch Bibliotheken können hier ihre Veranstaltungen eintragen und bekannt machen. Diesen Link finden Sie auch in unserer Infothek und bei del.icio.us im Bereich Literatur.

Sabine Bachofner

Bibliotel

In Bibliotheksprojekte, Lesen am 11 Mai 2009 um 11:58

Die Salzburger Innovationswerkstatt Müller hat das Tourismusprodukt „Bibliotels“ entwickelt, das sowohl in Hotel- als auch in Leserkreisen auf breites Interesse stösst. In Österreich beteiligen sich zahlreiche Hotels am Projekt, aber auch in Deutschland haben bereits zwei Häuser die Idee aufgegriffen. Nun sollen auch in Südtirol und der Schweiz solche Leseoasen entstehen, die gewisse Qualitätsansprüche wie z.B. Lesenischen oder eine gut sortierte Bibliothek mit fremdsprachigen Titeln erfüllen.

Die Zusammenarbeit mit Bibliotheken oder Buchhandlungen wird gesucht. Gemäss der Pressemitteilung von Bibliotel ist „nicht jeder Hotelier [...] ein Buchhändler und nicht jeder Buchhändler Hotelier“. Womöglich gibt es auch ein Hotel in Ihrer Region, das als Bibliotel geeignet wäre und mit dem Ihre Bibliothek eine Kooperation eingehen könnte?

Nähere Informationen finden Sie unter: www.bibliotel.com

Sabine Bachofner

eGames in Bibliotheken

In Bibliotheksprojekte, Kinder- und Jugendbibliothek am 17 März 2009 um 06:59

Mark Buzinkay bietet auf seinem Blog die Publikation „eGaming in Bibliotheken“ als eBook zum freien Download an: http://www.buzinkay.net/blog-de/. Buzinkay geht vom Umstand aus, dass das Spiel die Kultur und somit auch die Gesellschaft prägt. Unser Leben wird zunehmend digital bestimmt. Dies trifft auch auf Spiele zu. Wollen sich Bibliotheken, neben Arbeitsort und Privatbereich, im Bewusstsein der Bevölkerung als dritter Ort etablieren, müssen sie sich mit „eGaming“ auseinandersetzen. Viele Jugendliche spielen regelmässig online. Dies tun sie, gemäss einer Studie aus den USA, nicht mit weit entfernt lebenden Mitspielern, sondern mit Leuten aus der Nachbarschaft (http://www.bild.de/BILD/digital/spiele/2009/02/17/nachbarn-bevorzugt/online-gamer-scheuen-die-ferne.html). Es ist also naheliegend, dass eine Bibliothek interessierte Jugendliche aus ihrem Umfeld als aktive Nutzer ansprechen kann, wenn sie eGaming-Veranstaltungen organisiert. Buzinkay stellt in seinem eBook einige Spiele vor, die sich für solche Veranstaltungen eignen. Die ALA (American Library Association) weiss um die Chancen, die Games für Bibliotheken bieten, und offeriert ihren Mitgliedern finanzielle Unterstützung für Organisation und Durchführung solcher Veranstaltungen (http://lisnews.org/apply_ala_s_5_000_gaming_grants).

Sabine Bachofner

Visual Libraries

In Bibliotheksprojekte am 26 Februar 2009 um 16:32

Die Central Library in Portsmouth (UK) startete zusammen mit der Universität vor kurzem das Projekt „Visual Libraries“ (www.visuallibraries.com). In der Central Library können „Visual Library Books“ von den Bibliotheksbenutzern ausgeliehen werden.

Jedes der 45 „Visual Library Books“ hat ein eigenes Thema wie beispielsweise „Portsmouth“, „Liebe“ oder „Erinnerungen“. Mit dem Satz „Leave your mark“ lädt die Bibliothek alle ein, etwas selbst zu malen oder zu kleben, zu zeichnen, zu schreiben oder zu drucken oder auch einfach Photographien einzukleben. Der Spass an der Auseinandersetzung mit dem Thema steht dabei im Vordergrund. Erste Fotos sind auf Flickr (Foto-Community) zu sehen: http://www.flickr.com/groups/visuallibraries/

Sabine Bachofner

Sonntagsöffnung? Sonntagsöffnung

In Bibliotheksorganisation am 25 Februar 2009 um 16:10

In den letzten beiden Nummern der Zeitschrift „BuB. Forum Bibliothek und Information“ (2009/01 resp. 02) wird die Frage der Bibliotheksöffnung auch am Sonntag kontrovers diskutiert. Artikel aus markt- resp. kundenorientierter Perspektive stehen neben Texten mit eher berufsstandswahrendem Charakter. Bibliotheken müssen sich heute, wollen sie ihre Kundschaft nicht verlieren, konsequent immer wieder der Frage stellen, für wen sie arbeiten und wie sie dies tun. Das heisst auch, dass sie ihre Zugänglichkeit optimal auf ihr Publikum, ihre verschiedenen Zielgruppen, ausrichten. Kommt eine Bibliothek zum Schluss, dass Familien ein starkes Kundensegment sind, hat sie den Zugang zu ihren Angeboten für diese Zielgruppe möglichst optimal zu regeln. Damit steht auch die Frage nach einer Sonntagsöffnung im Raum. Denn wann, wenn nicht am Sonntag, haben alle Familienmitglieder Zeit für einen gemeinsamen Bibliotheksbesuch? Die Kantonsbibliothek Liestal macht seit Jahren während der Winterzeit gute Erfahrungen damit. Die Bibliothekskunden, gerade auch ganze Familien, nutzen das Sonntagsangebot begeistert.

Ruth Fassbind

Wieso besuchen Kunden Bibliotheken?

In Bibliotheksentwicklung, Bibliotheksprojekte am 22 Januar 2009 um 13:44

Um herauszufinden, was eine Bibliothek wirklich bieten soll, muss sie primär ihre Kernkompetenzen definieren und anhand dieser Angebote und Dienstleistungen entwickeln.

Ein Artikel solchen Inhalts ist im Blog „Designing better libraries“ (http://dbl.lishost.org/blog/) publiziert worden. Hier wird erläutert, dass öffentliche Bibliotheken nicht, wie meist angenommen, im Informationsbereich, sondern im Erziehungs- und Lernbereich ihre Kernkompetenzen haben. Diese, sowie die davon abgeleiteten Handlungsbereiche, unterscheiden sich selbstverständlich nach Bibliotheksart, Grösse und Umgebung.

Die Definition der eigenen Kernkompetenz beginnt mit der Befragung der Bibliotheksnutzer. Hier wird ermittelt, was diese von der Bibliothek erwarten. Zudem werden auch die Nicht-Nutzer als potentielle Kunden befragt. Hilfreiche Hinweise liefert zudem eine genaue Beobachtung der Kunden, wann und wie sie die Bibliothek und deren Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Erst wenn wir unsere Kernkompetenzen kennen, können wir, unter Berücksichtigung neuer Technologien, neue innovative Dienstleistungen aufbauen. In diesem Sinne wird es in Zukunft auch immer wichtiger, eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und in Projekten zu suchen. Nur so und im Wissen um die Bedürfnisse unserer Kunden können wir neue, interessante Angebote für sie bereitstellen, die in dieser Form niemand für möglich gehalten hätte.

Sabine Bachofner

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