Am kommenden Samstag, den 23. April, findet der jährliche Welttag des Buches statt. Die UNESCO will mit dem Welttag des Buches und den damit verbundenen Aktionen Buch und Lesen fördern.
Seinen Ursprung hat der Feiertag für das Buch in einer katalanischen Tradition, wonach sich die Menschen zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi Rosen schenken. Seit den zwanziger Jahren werden auf Initiative der Büchergilde von Barcelona auch Bücher verschenkt. Der 23. April ist besonders in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter, bei dem Verkaufsstände auf den Straßen aufgebaut sowie Lese- und Bücherfeste organisiert werden.In der Schweiz steht der Tag unter dem Motto „Die Schweiz liest – lesen Sie mit!“. Es finden an diversen Orten Veranstaltungen statt, die etwas mit Büchern und Lesen zu tun haben. In Bibliotheken, Buchhandlungen und sogar im Zürcher Zoo wird am 23. April dem (Vor-)Lesen und dem Buch als solches vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt.
Weitere Informationen zum Welttag des Buches sowie eine Liste der verschiedenen Veranstaltungen finden Sie unter: http://www.journeemondialedulivre.ch/de
Claudia Kovalik
Archiv für die Kategorie ‘Bibliotheksprojekte’
Welttag des Buches am 23. April 2011
In Bibliotheksprojekte, Lesen, Literatur am 18 April 2011 um 08:02Kornhausbibliotheken Bern leihen E-Book Reader aus
In Bibliotheksprojekte am 23 Juli 2010 um 08:45Seit Ende März können die BenutzerInnen der Kornhausbibliotheken E-Book Reader (Sony PRS-600) ausleihen und einen Monat für 12Fr. testen. Die zwanzig zur Verfügung stehenden Lesegeräte werden mit aktuellen Buchtiteln und diverser Gratislektüre ausgerüstet.
Die KundInnen können sich so mit dem digitalen Lesen vertraut machen und aus einem breiten Angebot von Jugend- und Kinderbüchern, Unterhaltungsliteratur, sowie Sachbüchern, Ratgebern, Krimis und Thrillern auswählen.
In der Wissenschaft und Fachliteratur gehören elektronische Lesegeräte heute schon zum Alltag und sind nicht mehr wegzudenken. In Kalifornien wurde letztes Jahr beschlossen, den Schulen die Lehrbücher nur noch als E-Books zu verteilen. Eine Schulbibliothek in Massachusetts hat kürzlich sogar ihren ganzen Buchbestand durch digitale Literatur ersetzt.
Um diese Trends aufnehmen zu können und die Kundschaft über die neuen Medien zu informieren, haben die Kornhausbibliotheken eine Projektgruppe mit wissenschaftlicher Begleitung gegründet. Diese beobachtet die Entwicklung der E-Books und E-Book-Lesegeräte sowie deren Auswirkungen auf die öffentlichen Bibliotheken in der Schweiz. Als eine der ersten Schweizer Bibliotheken bieten die Kornhausbibliotheken elektronische Lesegeräte nun auch zur Ausleihe an.
Claudia Kovalik
Alte Schweizer Drucke sind online
In Bibliotheksprojekte am 9 April 2010 um 13:16Die Schweiz, die im internationalen Vergleich in Sachen Digitalisierung noch einiges aufzuholen hat, wartet seit Kurzem mit einem neuen Angebot auf: Unter der Adresse www.e-rara.ch machen neun Schweizer Universitätsbibliotheken digitalisierte alte Drucke via Web-Plattform kostenlos zugänglich. Seit Mitte März sind über 800 Bücher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert online abrufbar.
Einen ersten gesamtschweizerischen Schwerpunkt des Projekts bilden die Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts, dem „goldenen Zeitalter“ des Schweizer Buchdrucks, die in der europäischen Geistesgeschichte und besonders in der Reformationsgeschichte eine wichtige Rolle spielen.
Neuzugänge kommen laufend hinzu – bis Ende nächsten Jahres soll e-rara mehrere Tausend Drucke umfassen. Die aktuelle Liste mit neu digitalisierten Drucken kann als RSS-Feed abonniert werden.
Claudia Kovalik
Fischerausrüstung zu vermieten
In Bibliotheksprojekte am 29 Juli 2009 um 11:50Das kanadische Elliot Lake liegt inmitten vieler Seen und gilt als beliebte Natur- und Abenteuer-Destination. Die vielen Seen laden zum Fischen ein. Nicht alle Leute, die in Elliot Lake wohnen oder das Gebiet um Elliot Lake besuchen, besitzen eine Angel. Die Bibliothek von Elliot Lake erhielt acht Fischerausrüstungen von der „Ontario Federation of Anglers and Hunters“ und dem „Elliot Lake Rod and Gun Club“. Personen mit einer gültigen Bibliothekskarte können nun eine Angelausrüstung für eine Woche ausleihen (siehe: http://www.elliotlakelibrary.com/en/whatweoffer/TS.asp)
Liegt ihre Gemeinde in einer einzigartigen Naturumgebung, zu deren Erkundung Spezialmaterial benötigt wird? Ist zum Beispiel ein Kanal in ihrer Nähe, der mit Schlauchbooten oder Kajaks befahren werden kann? Oder wird auch in ihrer Umgebung eine spezielle Sportart ausgeübt, wofür ihre Bibliothek Material ausleihen könnte? Besteht die Möglichkeit, eine Kooperation mit einem lokalen Verein einzugehen?
via LISNews
Sabine Bachofner
SAB-Mitgliederversammlung
In Bibliotheksmarketing, Bibliotheksprojekte, Lesen am 15 Mai 2009 um 14:00Gestern fand die SAB-Mitgliederversammlung in Zofingen statt. Circa 170 Leute stimmten am Morgen über Vereinsgeschäfte ab und genossen daraufhin ein leckeres Essen, das vom SBD anlässlich ihres 40-Jahr-Jubiläums spendiert wurde. Am Nachmittag referierte Gerald Leitner, der Geschäftsführer des Büchereiverbands, über das Österreichweite Projekt „Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek“.
2003 erreichte Österreich in der PISA-Studie lediglich den 19. Platz. Viele Schüler wiesen eine schlechte Lesekompetenz auf. Die Lösung des Problems wurde Schulen anvertraut und Bibliotheken wurden ausser Acht gelassen. Dies veranlasste den Büchereiverband eine nationale Kampagne zu organisieren, die auch Nicht-Leser anspricht. Von Plakaten tun österreichische Sport- oder Kulturgrössen ihre Meinung zum Lesen kund. Während sich der Büchereiverband um das Marketing kümmert, können Bibliotheken Veranstaltungen organisieren und so die Menschen zum Lesen animieren.
Der Erfolg der Kampagne war so gross, dass der Büchereiverband mit dem Staatspreis für Public Relations im Jahr 2008 ausgezeichnet wurde.
Mehr zu diesem Thema finden Sie unter: www.oesterreichliest.at.
Sabine Bachofner
Bibliotel
In Bibliotheksprojekte, Lesen am 11 Mai 2009 um 11:58Die Salzburger Innovationswerkstatt Müller hat das Tourismusprodukt „Bibliotels“ entwickelt, das sowohl in Hotel- als auch in Leserkreisen auf breites Interesse stösst. In Österreich beteiligen sich zahlreiche Hotels am Projekt, aber auch in Deutschland haben bereits zwei Häuser die Idee aufgegriffen. Nun sollen auch in Südtirol und der Schweiz solche Leseoasen entstehen, die gewisse Qualitätsansprüche wie z.B. Lesenischen oder eine gut sortierte Bibliothek mit fremdsprachigen Titeln erfüllen.
Die Zusammenarbeit mit Bibliotheken oder Buchhandlungen wird gesucht. Gemäss der Pressemitteilung von Bibliotel ist „nicht jeder Hotelier [...] ein Buchhändler und nicht jeder Buchhändler Hotelier“. Womöglich gibt es auch ein Hotel in Ihrer Region, das als Bibliotel geeignet wäre und mit dem Ihre Bibliothek eine Kooperation eingehen könnte?
Nähere Informationen finden Sie unter: www.bibliotel.com
Sabine Bachofner
eGames in Bibliotheken
In Bibliotheksprojekte, Kinder- und Jugendbibliothek am 17 März 2009 um 06:59Mark Buzinkay bietet auf seinem Blog die Publikation „eGaming in Bibliotheken“ als eBook zum freien Download an: http://www.buzinkay.net/blog-de/. Buzinkay geht vom Umstand aus, dass das Spiel die Kultur und somit auch die Gesellschaft prägt. Unser Leben wird zunehmend digital bestimmt. Dies trifft auch auf Spiele zu. Wollen sich Bibliotheken, neben Arbeitsort und Privatbereich, im Bewusstsein der Bevölkerung als dritter Ort etablieren, müssen sie sich mit „eGaming“ auseinandersetzen. Viele Jugendliche spielen regelmässig online. Dies tun sie, gemäss einer Studie aus den USA, nicht mit weit entfernt lebenden Mitspielern, sondern mit Leuten aus der Nachbarschaft (http://www.bild.de/BILD/digital/spiele/2009/02/17/nachbarn-bevorzugt/online-gamer-scheuen-die-ferne.html). Es ist also naheliegend, dass eine Bibliothek interessierte Jugendliche aus ihrem Umfeld als aktive Nutzer ansprechen kann, wenn sie eGaming-Veranstaltungen organisiert. Buzinkay stellt in seinem eBook einige Spiele vor, die sich für solche Veranstaltungen eignen. Die ALA (American Library Association) weiss um die Chancen, die Games für Bibliotheken bieten, und offeriert ihren Mitgliedern finanzielle Unterstützung für Organisation und Durchführung solcher Veranstaltungen (http://lisnews.org/apply_ala_s_5_000_gaming_grants).
Sabine Bachofner
Visual Libraries
In Bibliotheksprojekte am 26 Februar 2009 um 16:32Die Central Library in Portsmouth (UK) startete zusammen mit der Universität vor kurzem das Projekt „Visual Libraries“ (www.visuallibraries.com). In der Central Library können „Visual Library Books“ von den Bibliotheksbenutzern ausgeliehen werden.
Jedes der 45 „Visual Library Books“ hat ein eigenes Thema wie beispielsweise „Portsmouth“, „Liebe“ oder „Erinnerungen“. Mit dem Satz „Leave your mark“ lädt die Bibliothek alle ein, etwas selbst zu malen oder zu kleben, zu zeichnen, zu schreiben oder zu drucken oder auch einfach Photographien einzukleben. Der Spass an der Auseinandersetzung mit dem Thema steht dabei im Vordergrund. Erste Fotos sind auf Flickr (Foto-Community) zu sehen: http://www.flickr.com/groups/visuallibraries/
Sabine Bachofner
Wieso besuchen Kunden Bibliotheken?
In Bibliotheksentwicklung, Bibliotheksprojekte am 22 Januar 2009 um 13:44Um herauszufinden, was eine Bibliothek wirklich bieten soll, muss sie primär ihre Kernkompetenzen definieren und anhand dieser Angebote und Dienstleistungen entwickeln.
Ein Artikel solchen Inhalts ist im Blog „Designing better libraries“ (http://dbl.lishost.org/blog/) publiziert worden. Hier wird erläutert, dass öffentliche Bibliotheken nicht, wie meist angenommen, im Informationsbereich, sondern im Erziehungs- und Lernbereich ihre Kernkompetenzen haben. Diese, sowie die davon abgeleiteten Handlungsbereiche, unterscheiden sich selbstverständlich nach Bibliotheksart, Grösse und Umgebung.
Die Definition der eigenen Kernkompetenz beginnt mit der Befragung der Bibliotheksnutzer. Hier wird ermittelt, was diese von der Bibliothek erwarten. Zudem werden auch die Nicht-Nutzer als potentielle Kunden befragt. Hilfreiche Hinweise liefert zudem eine genaue Beobachtung der Kunden, wann und wie sie die Bibliothek und deren Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Erst wenn wir unsere Kernkompetenzen kennen, können wir, unter Berücksichtigung neuer Technologien, neue innovative Dienstleistungen aufbauen. In diesem Sinne wird es in Zukunft auch immer wichtiger, eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und in Projekten zu suchen. Nur so und im Wissen um die Bedürfnisse unserer Kunden können wir neue, interessante Angebote für sie bereitstellen, die in dieser Form niemand für möglich gehalten hätte.
Sabine Bachofner
Bibliotheken gegen Gewalt
In Bibliotheksprojekte, Kinder- und Jugendbibliothek am 20 Januar 2009 um 07:38Bibliotheken können neben ihren Kernaufgaben noch weitere wichtige Aufgaben im Dienste ihrer Gemeinde wahrnehmen. So ist beispielsweise die „Bibliothèque Gabrielle Roy“ in Quebec seit 1983 in einem Gebäude in Downtown untergebracht. Dies ist eine der Massnahmen, die dieses benachteiligte Quartier aufwerten sollen.
Die „LISNews“ (Librarian and Information Science News) berichten von der Bibliothek in Salinas, Kalifornien, die eine neue Aufgabe im Auftrag ihrer Gemeinde wahrnimmt. Sie leistet einen Beitrag zur Gewalteindämmung und Gewaltprävention. Indem durch geeignete Massnahmen mehr jugendliche Bibliotheksbenutzer gewonnen werden, soll deren Lesefähigkeit erhöht werden. Tatsächlich ist die Anzahl von Besitzern von Bibliotheksausweisen im Vergleich zum nationalen Durchschnitt sehr hoch. Bibliotheken können Jugendlichen also helfen, auf den richtigen Weg zu kommen.
Den ganzen Bericht finden Sie unter: http://lisnews.org/salinas_turning_libraries_prevent_gang_violence
Sabine Bachofner